Schulfilm Hamid

Juli 18 @ 9.30 – 13.00 Uhr                                                                                                           FSK: 12

 

previous arrow
next arrow
Slider

Basierend auf einer wahren Geschichte, erzählt der Film vom siebenjährigen Hamid, dessen Vater – wie so viele Männer in der Region Kaschmir seit Ausbruch des Konfliktes 1989 – plötzlich verschwunden ist. Von einem Tag auf den anderen ist das Leben des Jungen auf den Kopf gestellt. Überall sucht er nach dem Vater.

Verzweifelt, traurig und tief enttäuscht vom Leben, reagiert Hamids Mutter resigniert und abgestumpft und geht nicht auf die Sorgen und Fragen des Sohnes ein. Letztendlich erzählt sie ihm, sein Vater sei zu Gott gegangen.

Einsam und gequält vom Trennungsschmerz, setzt der Junge seine Suche fort, bis er eines Tages erfährt, dass 786 die Telefonnummer Gottes sei. Immer wieder wählt er nun diese Nummer in der Hoffnung, Gott zu erreichen, um ihn zu bitten, seinen Vater wieder nach Hause zu schicken.

Eines Tages wird sein Anruf tatsächlich beantwortet…

 Details:

Datum:
18. Juli 2019

Zeit:
9.30 – 13.00 Uhr

Eintritt:
5 Euro

Veranstaltungssaal:
Metropol 2

Veranstaltungsort:
Metropol Kino Stuttgart

Bolzstraße 10 
Metropol Kino Stuttgart, Baden-Württemberg70173 Deutschland

 

Veranstalter

Filmbüro Baden-Württemberg
Telefon:
0711221067
E-Mail:
info@filmbuerobw.de

Der Schultag - Filmvorführung mit Begleitprogramm für alle Wissbegierigen

Am Donnerstag, dem 18. Juli 2019 findet der Schultag im Rahmen des 16. Indischen Filmfestivals Stuttgart statt.

Hier erhalten Festivalbesucher und SchülerInnen der Klassenstufen 9 bis 12 einen Einblick in gesellschaftlich und politisch relevante Themen Indiens. Auch Einzelpersonen sind herzliche eingeladen.

Im Anschluss an die Filmvorführung des Films HAMID folgt ein Gespräch mit dem Regisseur Aijaz Khan, das von Autor Rajvinder Singh moderiert wird. Zum Abschluss hält Politikwissenschaftler Prof. Dr. em. Jakob Rösel einen Expertenvortrag zum Thema. Gezeigt wird der Film in Originalsprache mit englischen Untertiteln. LehrerInnen, die Klassen der Stufen 9 bis 12 unterrichten, können diese bis Mittwoch, 10. Juli 2019 anmelden.

Der Schultag ist eine für Schulklassen konzipierte Veranstaltung mit Filmvorführung, ergänzendem Expertenvortrag und Gesprächsrunde zu Themen der indischen Kultur, Politik und Gesellschaft. Er ist fester Bestandteil des Festivalprogramms und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Diese gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen auf und erarbeitet exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene Projekte und fördert Initiativen Dritter, die zu ihren Zielen passen.

Prof. Dr. em. Jakob Rösel

Jakob Rösel ist Professor für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit an der Universität Rostock. Wie kaum ein anderer hat er sich im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere mit Stationen in Heidelberg und Freiburg unterschiedlichsten Regionen Südasiens aus politologischer, soziologischer und historischer Sicht genähert.

Nach anfänglichen Arbeiten zum Jagannath-Tempel in Orissa beziehungsweise dem östlichen Indien in den späten 60er und frühen 70er Jahren, konzentrierte er sich im Folgenden speziell auf die Entstehung und Ausprägung des singhalesischen Nationalismus. Seine jüngeren Arbeiten behandeln darüber hinaus aber auch den Kashmir-Konflikt, die einflussreiche ethnische Minderheit der Mohajir in Pakistan sowie die Migrationspolitik in Afghanistan. Dass er dabei auch die Indische Union nicht aus dem Blick verlor, zeigt sein 2008 erschienenes Buch mit dem Titel “Indien im neuen Jahrhundert” (zusammen mit Pierre Gottschlich; Baden-Baden: Nomos).

Rajvinder Singh, Autor und Kultureller Vermittler

Der deutsch-indische Schriftsteller, Synchronsprecher (u.a. von der Pro7 Erfolgsserie „The Big Bang Theory“), Übersetzer und Leiter von Kreativen Schreibwerkstätten an Schulen Rajvinder Singh lebt seit 38 Jahren in Berlin. Er gilt als leidenschaftlicher Vermittler zwischen den Kulturen, insbesondere zwischen Deutschland und Indien. Auf der Website der Bundesregierung wird er als „Ein Brückenbauer für Deutschland“ bezeichnet. Als Gründungsmitglied der Initiative: „Courage gegen Fremdenhass“ hält er seit 1993 Vorträge an Schulen und bietet interkulturelle kreative Schreibwerkstätten an, um die Schülerinnen und Schüler mit anderen Kulturen vertraut zu machen, ihre Ängste gegenüber dem „Fremden“ abzubauen und so ihren Horizont zu erweitern. Der Autor von elf Gedichtbänden und zahlreichen Essays und Erzählungen auf Deutsch sowie drei Bänden mit Erzählungen, die gemeinsam mit den SchülerInnen während seiner Schreibwerkstätten entstanden sind: Über den Horizont hinaus und Zwei Vögel unter einer Linde, hat auch zahlreiche Schülerreisen nach Indien geleitet, die unter dem Motto DIALOG DER KULTUREN stehen, einem Begriff, den er 1993 als Antwort auf Huntingtons Kampf der Kulturen bildete.

(c) Tina Sari