„Kuriachan muss gefasst werden!“ Diese Worte fielen in Polizeistationen, Teestuben und auf geheimen politischen Versammlungen. Jahrelang war es diesem einen Mann nicht nur gelungen, sich zu verstecken, sondern auch, Feinde zu vereinen, die sonst niemals auf derselben Seite gestanden hätten. Alle verband dasselbe Ziel: den schwer fassbaren Kuriachan, mittlerweile ein alter Mann, zu fangen oder zu vernichten. In seiner Jugend war Kuriachan rastlos, ehrgeizig und ein Gesetzesbrecher. An der Grenze zwischen Kerala und Karnataka hatte er sich Land erworben und dort in der Wildnis ein privates Imperium aufgebaut. Sein Vermögen verdiente er mit der Hundezucht. Denn Kuriachan trainierte seine Tiere mit Präzision, Disziplin und einem Instinkt für Macht. Bald dienten seine Hunde bei Polizei und Armee, was ihn in Kontakt mit den Mächtigen brachte und ihm Einfluss verschaffte. Von einer Reise nach Malaysia brachte er eines Tages nicht nur Welpen mit, sondern auch die junge Mlaathi. Die malaysische Hunderasse vermehrte sich, bis ihre Nachkommen wie unsichtbare Wächter durch die Hügel streiften. Im Laufe der Zeit wurden sie Teil von Kuriachans Legende – wild, wachsam und nur denen treu, die zu den Hügeln gehörten. Als Kuriachan nach einem Messerangriff verschwinden musste, wurde das einst gefürchtete Haus nur noch von der inzwischen siebzigjährigen Mlaathi und ihrem Dienstjungen Peeyoos bewohnt. Die malaysische Hunderasse, inzwischen komplett verwildert, umkreiste weiterhin das Anwesen, war für Mlaathi und Peeyoos Bedrohung und Schutz zugleich. Unterdessen wagten sich Kuriachans Feinde aus der Deckung und kamen der einsam gelegenen Behausung mitten im Wald näher und näher…
“Kuriachan must be caught!” These words were heard in police stations, tea rooms and at secret political gatherings. For years, this one man had not only managed to remain in hiding, but also to unite enemies who would otherwise never have stood on the same side. They were all united by the same goal: to capture or destroy the elusive Kuriachan, now an old man. In his youth, Kuriachan was restless, ambitious and a lawbreaker. On the border between Kerala and Karnataka, he had acquired land and built a private empire there in the wilderness. He made his fortune through dog breeding. For Kuriachan trained his animals with precision, discipline and an instinct for power. Soon his dogs were serving with the police and the army, which brought him into contact with the powerful and gave him influence. One day, he returned from a trip to Malaysia not only with puppies, but also with the young Mlaathi. The Malaysian dog breed multiplied until their offspring roamed the hills like invisible guardians. Over time, they became part of Kuriachan’s legend – wild, vigilant and loyal only to those who belonged to the hills. When Kuriachan was forced to flee following a knife attack, the once-feared house was inhabited only by Mlaathi, now in her seventies, and her servant boy, Peeyoos. The Malaysian breed of dog, now completely feral, continued to circle the estate, serving as both a threat and a protection to Mlaathi and Peeyoos. Meanwhile, Kuriachan’s enemies ventured out of cover and drew ever closer to the isolated dwelling in the middle of the forest…