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PreisträgerInnen 2019

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Safdar Rahman und Celine Loop mit 'Chippa'​

Der große Gewinner des Festivals heißt 'Chippa' von Safdar Rahman. Der mit 4.000 Euro dotierte 'German Star of India', der vom Hauptsponsor des Festivals, Honorarkonsul Andreas Lapp, gestiftet wird, ehrt den diesjährigen Familienfilm, der im Kino live in Deutsch eingesprochen wurde. Regisseur Rahman überzeugte die dreiköpfige Jury: 'Chippa' ist ein berührender, humorvoller und kreativer Film über Träume und Selbstfindung. Der Film bietet mit großartigen Schauplätzen, modernen Filmelementen, seinem wundervollen Hauptdarsteller Sunny Pawar, tollen Nebenrollen und dem großartigen Drehbuch von Sardar Rahman großartige Unterhaltung für alle und wird mit Sicherheit weltweit ein breites Publikum ansprechen, über Grenzen und Nationalitäten hinweg". 'Chippa' spielt in einer einzigen Nacht, in der ein Junge seinen spurlos verschwundenen Vater sucht.  "Das Leben hat gerade erst begonnen". In diesen Worten des kleinen Chippa sieht die Jury "eine tolle Message": Der Weg in die Zukunft sei immer noch voller Überraschungen, Abenteuern, zufälliger Begegnungen und Zuversicht.

v.l.n.r.: Honorarkonsul Andreas Lapp, Therese Hayes, Celine Loop

Ashish Pandey
mit 'Nooreh'

'Nooreh' von Ashish Pandey, der Gewinnerfilm in der Kategorie Kurzfilm, ist in einem Dorf im Kriegsgebiet an der indisch-pakistanischen Grenze angesiedelt. Der Tod gehört zum Alltag. Für die Jury ist der Film die Kampfansage eines Mädchens, das sich mit seiner kindlichen Handlung sowohl spielerisch als auch symbolisch gegen die Interessen  der Erwachsenenwelt wehrt: Das Mädchen Nooreh opfert seinen nächtlichen Schlaf und schafft somit Frieden im Dorf. Denn nur, wenn sie die Augen schließt, herrscht Krieg.

Ashish Pandey

Archana Phadke
mit 'About Love'

Der German Star of India für den Besten Dokumentarfilm geht an ‚About Love‘ von Archana Phadke, der "ein persönliches Porträt einer Mittelschichtfamilie im urbanen Indien von heute zeichnet – und Mut macht, ehrlich, offen und unverkrampft miteinander umzugehen", so die Jury. Die Regisseurin gebe mit der filmischen Darstellung ihrer Familie einen sehr offenen und ehrlichen Einblick in Leben und Zusammenleben dreier Generationen in Mumbai. Die harmlos wirkenden Alltagsszenen seien durch wunderbare Bildmontage tiefsinnig miteinander verwoben. Ein Gefühl von Nähe werde durch die Kameraführung und die Liebe zum Detail geschaffen.

v.l.n.r.: Paramvir Singh, Archana Phadke, Constanze Weigl-Jäger​

Vikas Khanna
mit 'The Last Color'

Der vom Münchner Bollywood-TV- Sender 'Zee.One' gestiftete Audience Award, mit 1.000 Euro dotiert, wird vom Publikum aus allen auf dem Festival gezeigten Filmen gewählt.

 

 

 

Vikas Khanna

Vikas Khanna
mit 'The Last Color'

Der Director's Vision Award geht an den Spielfilm 'The Last Color' von Vikas Khanna. Dieser mit 500 Euro dotierte Preis von Derrik Lincos Bombay Dance Club (Stuttgart) richtet sich an Regisseure, die in ihrem Filmbeitrag ambitioniert den Blick auf einen kulturellen, sozialen oder gesellschaftlichen Missstand richten. Der vom Münchner Bollywood-TV- Sender 'Zee.One' gestiftete Audience Award, mit 1.000 Euro dotiert, wird vom Publikum aus allen auf dem Festival gezeigten Filmen gewählt.

 

 

Vikas Khanna

PreisträgerInnen 2018

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Rahul Nair
mit 'Ottamuri Velicham - Light in the Room'

Der große Gewinner des Festivals heißt 'Ottamuri Velicham – Light in the Room' von Rahul Nair. Der mit 4.000 Euro dotierte German Star of India, der vom Hauptsponsor des Festivals, Honorarkonsul Andreas Lapp, gestiftet wird, greift das Tabu-Thema Vergewaltigung in der Ehe auf, das in Indien bisher kaum Gehör fand. Regisseur Nair, der aus dem südindischen Kerala stammt und sich von Freunden das Geld für seinen ersten langen Spielfilm geliehen hat, überzeugte die Jury vor allem mit seiner eindringlichen Erzählweise und der Bildsprache des Films. Der Drehort, eine alte Teeplantage, umgeben von grünen Hügeln, wirke nur zu Beginn idyllisch und werde schließlich zum bedrohlichen Gefängnis für die junge, naive Sudha. Die junge Frau - großartig dargestellt von der jungen Schauspielerin Vinitha Koshy - wird mit Chandan verheiratet, dessen zunehmend gewalttätigen Wutausbrüchen sie sich zunächst hilflos ausgesetzt sieht. Doch Sudha beschließt, sich zu wehren. Ein weiterer Grund für die Jury, ‚Ottamuri Velicham’ auszuzeichnen, war, dass dies ein Film in Malayalam ist, der Sprache des Bundesstaats Kerala, einer Region jenseits von der Bollywood-Filmindustrie.

v.l.n.r.: Cary Rajinder Sawhney, Rahul Nair, Franziska Subramanian, Andreas Lapp

Nagraj Manjule
mit 'Pawasacha Nibandh - An Essay of the Rain'

Der mit 1.000 Euro dotierte Kurzfilmpreis geht an 'Pawasacha Nibandh - An Essay of the Rain' von Nagraj Manjule, der die Jury "in jeder einzelnen Filmminute überzeugt hat". Der 10-jährige Raja, Sohn einer verarmten Familie, bekommt die Hausaufgabe, einen Aufsatz über die Regenzeit zu schreiben. Für die Jury entsteht daraus "ein Film wie ein Gedicht, oder eben gerade nicht". "Die unaufdringliche Kamera wird zum Beobachter eines beschwerlichen Alltagslebens und gibt den ergreifend authentischen Protagonisten allen Raum, den diese für ihr grandioses Schauspiel brauchen", loben die Juroren. Der anfängliche Aufruf im Film, der Poesie des Alltäglichen nachzuspüren, falle aufgrund der malerischen Bilder zuerst leicht. Doch schnell werde der schöne Schein hinweg gespült vom eigentlichen Hauptprotagonisten des Films, dem unaufhörlichen Monsunregen. "Omnipräsent ist er im Film, durchnässt die Darsteller, rauscht permanent auf der Tonebene, dringt selbst in die kärglichen Innenräume hinein und erzeugt so einen unaufhörlichen Sog, dem sich weder die Protagonisten, noch wir als Zuschauer entziehen können", begründet das Gremium seine Entscheidung.

v.l.n.r.: Thomas Bünger, Balkrushna Manjule, Nagraj Manjule, Daniel Popat

Anushka Meenakshi und Iswar Srikumar
mit 'Kho Ki Pa Lu - Up Down and Sideways'

Der Dokumentarfilm 'Kho Ki Pa Lu - Up Down and Sideways' von Anushka Meenakshi und Iswar Srikumar überzeugte die Jury. Ihr Porträt des Dorfs Phek in Nagaland, seiner Menschen sowie deren Lieder und Musik, die sie bei ihrer Arbeit begleiten, hat die Jury mit der filmischen Umsetzung und Erzählweise tief beeindruckt. Der Dokumentarfilm biete damit einen intimen Einblick in das Leben in Phek, ohne dabei aufdringlich zu sein: "Wir betreten die abgelegene Gebirgslandschaft, spüren die Körperlichkeit der Arbeit in den Reisterrassen und wie der Rhythmus des Gesangs Gemeinschaft schafft und Kraft verleiht. Die Kameraführung und der langsame, aber rhythmische Filmschnitt erschaffen ein Gefühl von Nähe und Raum für Exploration, was wir für ebenso großzügig wie kühn halten." Der Film entwickle eine einfache, aber starke Idee: "Wenn man seinen Platz im Arbeitsrhythmus der Gemeinschaft findet, kann sich das auf den gesamten Lebensrhythmus der Gemeinschaft ausweiten." Später werden, so die Jury weiter, dieser schönen Vorstellung Informationen gegenübergestellt - über das konfliktreiche Dasein des Naga-Volkes im heutigen Indien, und seinen Kampf um die Beibehaltung seiner Lebensweise angesichts extern verhängter Regelungen.

Saraswathi Balgam
mit 'Sisya - The Disciple'

Der vom Münchner Bollywood-TV-Sender 'Zee.One' gestiftete Audience Award, mit 1.000 Euro dotiert, wird vom Publikum aus allen auf dem Festival gezeigten Filmen gewählt. Diesmal gewann 'Sisya - The Disciple' von Saraswathi Balgam.

v.l.n.r.: Saraswathi Balgam, Frederike Behrens

Siddartha Jatla
mit 'Love and Shukla'

Der Directors Vision Award geht an den Spielfilm 'Love and Shukla' von Siddartha Jatla. Dieser erstmalig mit 500 Euro dotierte Preis vom Magazin 'FilmIndia worldwide' richtet sich an Regisseure, die in ihrem Filmbeitrag ambitioniert den Blick auf einen kulturellen, sozialen oder gesellschaftlichen Missstand richten. Erstmals wurde der 'Ishq Dil Se Kritikerpreis' vergeben, und zwar an 'Love & Shukla' von Siddharth Jatla.

v.l.n.r.: Therese Hayes, Siddartha Jatla, Uma da Cunha

PreisträgerInnen 2017

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Haobam Paban Kumar
mit 'Loktak Lairembee – Lady of the Lake'

Rahul V. Chittella
mit 'Azaad'

Shirley Abraham und Amit Madheshiya
mit 'The Cinema Travellers'
Lobende Erwähnung: 'Camera Threat' von Bernd Lützeler

Shubhashish Bhutiani
mit 'Mukti Bhawan – Hotel Salvation'

Padmakumar Narasimhamurthy
mit 'A Billion Colour Story'

PreisträgerInnen 2016

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Raam Reddy
mit 'Thithi' 

Payal Sethi
mit 'Leeches'

Pankaj Johar
mit 'Cecilia'
Lobende Erwähnung: Chandrashekhar Reddy mit 'Fireflies in the Abyss'

Pan Nalin
mit 'Angry Indian Goddesses' 

Leena Yadav
mit 'Die Zeit der Frauen – Parched' 

PreisträgerInnen 2015

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Chaitanya Tamhane
mit 'Court' 

Pratyusha Gupta
mit 'Journey [Safar]'
Lobende Erwähnung: Satindar Singh Bedi mit 'Kamakshi'

Megha Ramaswamy
mit 'Newborns'

Leslee Udwin
mit 'India’s Daughter' 

Gajendra Ahire
mit 'The Silence' 
Lobende Erwähnung: Makarand Mane mit 'The Quest [Ringan]' 

PreisträgerInnen 2014

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Richie Mehta
mit 'Siddharth' 

Satyanshu Singh und Devanshu
mit 'Tamaash – The Puppet'

Christoph Schaub und Kamal Musale
mit 'Millions Can Walk'

Sumitra Bhave und Sunil Sukthankar
mit 'Astu' 

Nagesh Kukunoor
mit 'Lakshmi' 

PreisträgerInnen 2013

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Nitin Kakkar
mit 'Filmistaan' 

Vikram Dasgupta
mit 'Calcutta Taxi'

Kim Longinotto
mit 'Salma'

Kuvera und Nelson Sivalingam
mit 'The Rajiini Effect' 

Hansal Mehta
mit 'Shahid' 

PreisträgerInnen 2012

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Karan Gour
mit 'Kshay' 

Ritesh Batra
mit 'Café Regular, Kairo'

Rama Rau
mit 'The Market'

Wendy J.N. Lee
mit 'Pad Yatra – A Green Odyssey' 

Sujay S. Dahake
mit 'Shala' 

Prashant Nair
mit 'Delhi in a Day'

PreisträgerInnen 2011

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Vikramaditya Motwane
mit 'Udaan' 

Shlok Sharma
mit 'Tubelight Ka Chaand'

Sudhir Aggarwal
mit 'It’s Cricket, no?'

Kenny Meehan und Bill Bowles
mit 'Big in Bollywood' 

Daniela Dar-Creutz
mit 'Arranged Happiness' 

PreisträgerInnen 2010

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Umesh Vinayak Kulkarni
mit 'Vihir – The Well' 

Nina Sabnani
mit 'Tanko Bole Chhe – The Stitches Speak'

Anandana Kapur
mit 'The Great Indian Jugaad'

David Kaplan
mit 'Today’s Special' 

Amit Rai
mit 'Road to Sangam' 

PreisträgerInnen 2009

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Santosh Sivan
mit 'Tahaan' 

Satish Manwar
mit 'Gabhricha Paus'

Dipti Gogna
mit 'Narmeen'

Faiza Ahmad Khan
mit 'Supermen of Malegaon'

Umakanth Thumrugoti
mit 'Seven Days in Slow Motion'

Anant Mahadevan
mit 'Red Alert'

PreisträgerInnen 2008

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Richie Mehta
mit 'Amal' 

Vishal Bhardwaj
mit 'Blood Brothers'

Vani Subramanian
mit 'It’s a Boy!'

Shyamaprasad
mit 'Ore Kadal'

PreisträgerInnen 2007

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Kaushik Roy
mit 'Apna Asmaan' 

Saillesh Dupaare
mit 'Spandan - The Heart Beat'

Paromita Vahra
mit 'Q2P'

John Jeffcoat
mit 'Outsourced'

PreisträgerInnen 2006

Die Stunde der Gewinner – Impressionen von der Preisverleihung

Rajat Kapoor
mit 'Mixed Doubles' 

Preisträger 2005

Die Stunde des Gewinners – Impressionen von der Preisverleihung

Bharat Bala
mit 'Hari Om' 

Preisträger 2004

Die Stunde des Gewinners – Impressionen von der Preisverleihung

Sabiha Sumar
mit 'Khamosh Pani – Schweigende Wasser'